29.03.2010
Am 19. März 2010 verkündete Patrik Brinkmann, daß er im Jahr 2011 nach Israel pilgern will. An und für sich ist es vollkommen unwichtig, ob Brinkmann irgendwann irgendwo hinpilgert oder nicht. Aber die langatmige Rechtfertigung für seine Pilgerreise mit ausschweifender Israelpropaganda sollte kritisch analysiert werden. Dabei wird schnell ersichtlich, daß Brinkmann mit dieser Wallfahrt sowohl persönliche Bedürfnisse befriedigt, als auch globalistische Ziele verfolgt, die er pseudopatriotisch verbrämt. Interessant ist die Tatsache, daß er erst mit seinen Pilgerreiseplänen öffentlich hausiert, nachdem er mit großem medialem Getöse dem, wegen seines schlechten Rufes bekannten, pseudopatriotischen "PRO"-Verein beigetreten war. Bislang nicht geklärt ist, ob die oberen "PRO"-Vereinsmeier dem (von verschiedenen Seiten als sonderlich bewerteten) Brinkmann die Wallfahrt nach Israel nahelegten oder er aus eigenem Antrieb handelt.
Die Analyse des Rechtfertigungspamphlets Brinkmanns und verschiedener Medienberichte im Vorfeld der Pilgerpläne erhärtet den Verdacht, daß er mit der Versprechung finanzieller Zuwendungen den Kölnern Vereinsmeiern seine Pilgerpläne schmackhaft machte. Ein erstes summarisches Ergebnis der kritischen Analyse des Brinkmannschen Propagandatextes ergibt, daß er thematisch nur über rudimentäre Kenntnisse verfügt oder vorsätzlich ein schiefes Bild erzeugt. Dieses Ergebnis unterstützt die Arbeitsthese, daß es ihm um die Verdunkelung seiner wahren Absichten geht. Bemerkenswert ist, daß er nicht in der Lage ist, zwischen einem Juden und einem Israeli zu unterscheiden. Aber gerade das Fehlen einer differenzierten Betrachtung gilt bei den zuständigen Definitionsstellen der BRD als sekundärer Antisemitismus. Brinkmann wäre gut beraten gewesen, sich fachlichen Rat zu beschaffen, ehe er sein Unwissen öffentlich zur Schau stellte. Bislang wurde dieser Fauxpas in den BRD-Medien nicht angemessen gewürdigt und Brinkmann als neuer Stern am Himmel des Antisemitismus zur Feindfigur aufgebaut. Diese Tatsache wirft die Frage auf, ob es den Medien entging, daß er ein sekundärer Antisemit ist, oder ob es aus höheren Überlegungen heraus unwichtig ist.
Das Brinkmannsche Pamphlet erscheint ungelenk, holprig und letztlich in sich widersprüchlich, weil eine Pilgerfahrt nach Israel überhaupt kein wirksames Mittel ist, sich gegen den vermeintlichen Antisemitismus zu engagieren. Ist so eine Wallfahrt per se schon ungeeignet, dem Antisemitismus entgegen zu wirken, sind die von ihm wiedergekauten hyperphilosemetischen Dogmen nicht nur ungeeignet, den Antisemitismus zu bekämpfen, sondern sie werden inzwischen von den oben genannten BRD-Wächtern des Antisemitismus auch dem sekundären Antisemitismus zugerechnet. Brinkmann will der Öffentlichkeit weismachen, daß die jüdische und christliche Religion keine wesentlichen Unterschiede haben. Er kolportiert deswegen, daß Jesus Christus in der Bergpredigt die Thora weiterentwickelt habe. Den Gegensatz zwischen Juden und Christen weist er modernen Antisemiten zu. Auch hier nur marginale Kenntnisse und logisch falsche Schlußfolgerungen. Der Gegensatz zwischen Juden und Christen ist Wesensbestandteil des Neuen Testaments, des Johannesevangeliums, besonders die Kapitel 3 und 8 Verse 1-21 bzw. 37-59. Der Gegensatz ist theologischer Natur und kann weder von protestantischer noch von irgendeiner anderen Weltanschauungsgruppe weghalluziniert werden, auch nicht von neuheidnischen Propagandisten. Der Bruch zwischen Juden und Christen wird von Jesus selbst vollzogen, indem er die Wucherer und Schieber mit Gewalt aus dem Tempel des Herrn in Jerusalem vertrieb. Daß der Kapitalist Brinkmann ausgerechnet dort hin pilgern will, wo Jesus seinesgleichen militant ausgrenzte, spricht Bände.
Die äußerliche Trennung von den Juden, der vollkommene Bruch mit ihrem Ritus, erfolgte bereits im 1. Jahrhundert nach Christi Geburt. Der Bruch mit dem Ritus ist bewußt und vorsätzlich und wurde von den Christen mit der Beendigung der barbarischen Riten der Juden manifestiert. Der Bruch beinhaltet den vollkommenen Verzicht auf religiös motivierte Tierquälerei, auf Verstümmelung von Geschlechtsorganen, auf Homosexualität, auf Inzest und abergläubische Speisevorschriften. Durch die Beseitigung des jüdischen Ritus wurde aus einer jüdischen Sekte eine eigenständige Religion. Ein Schritt den die Mohammedaner nie vollzogen. Diese Wesenmerkmale sind Brinkmann aus Unkenntnis entgangen und seine Schlußfolgerungen und Appelle irreales Wunschdenken, anders ausgedrückt subklinische Autosuggestionen.
Brinkmann irrt, wenn er glaubt mit dem Motto: „Der Feind meines Feindes ist mein Freund“, dem Problem der Islamisierung Europas entgegenwirken zu können. Tatsache ist vielmehr, daß der Staat Israel als Verbündeter der angelsächsischen Mächte einer der Verursacher des Islamismus ist. Die Terrororganisation Hamas ist eine Mißgeburt des israelischen Geheimdienstes Mossad. Die Hamas betreibt Bürgerkrieg gegen die PLO und liefert den Israelis die Bilder mit denen sie ihr Vorgehen gegen die Palästinenser weltweit rechtfertigen. Der Terror der Hamas fordert tatsächlich jährlich weit weniger Tote in Israel als Haushaltsunfälle oder der Straßenverkehr. Der Terror der Hamas ist für Israel ein notwendiges Instrument, um den Konflikt mit den Palästinensern auf niedrigem Niveau fortzuführen. Denn tödlich wäre für Israel eine gemeinschaftliche, vernünftige und nur politisch auftretende Gesamtorganisation der Palästinenser. Ein Frieden zwischen Palästinensern und Israelis müßte eine Neuverteilung der knappen Süßwasserressourcen in der Region beinhalten. Dies wäre das Ende des größten Devisenbringers Israels, der virtuelles Wasser exportierenden Agroindustrie.
Fakten kennt und berücksichtigt Brinkmann nicht. Folglich kann er nur autosuggestiven Halluzinationen nachgehen und von einem Bündnis mit Israel und dem Zentralrat der Juden in Deutschland träumen. Mit den Israelis und den Juden gegen den Islam - so halluziniert er die Wahnvorstellungen sogenannter „neokonservativer“ Globalismusstrategen der US-Ostküste. Hier sind wir bei Brinkmanns Kern angelangt.
Unter dem irreführenden Begriff „neokonservativ“ etablierte sich seit den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts eine liberalistische Weltanschauung in den USA und den anderen angelsächsischen Staaten; auch in Israel, in den Niederlanden und in Flandern. Diese „Neokonservativen“ propagieren und forcieren die Globalisierung als Instrument des Anarchokapitalismus, den sie als Zaubermittel für die Lösung aller wirtschaftlichen Probleme anpreisen. Die Folgen dieses Treibens sind immer gefährlichere Zusammenbrüche der Finanzmärkte, explodierende Arbeitslosigkeit und Sozialabbau in den entwickelten Staaten, rasant zunehmende globale Umweltzerstörung und langanhaltende niedrigschwellige Bürgerkriege und asynchrone Kriege in der Dritten Welt mit hohen Opferzahlen unter den dortigen Zivilisten.
Von der US-Ostküste dröhnt am lautstärksten der Ruf nach einem „Kampf gegen den Terror“ und den Islamismus. Osama Bin Laden wird als das personifizierte Böse zur Disziplinierung der Massen in den entwickelten Staaten benötigt und benutzt. Immer wieder werden weltweit Bilder verbreitet, in denen islamistische Terroristen in arabischer Sprache und untersetzt mit arabischen oder anderen fremden Schriftzeichen Haßparolen, Beleidigungen und Morddrohungen gegen die Menschen in den entwickelten Staaten absondern. Solche Inszenierungen disziplinieren und sie produzieren Ängste. Sie bewirken die Solidarisierung der Ausgebeuteten und Unterdrückten in den entwickelten Staaten mit ihren Ausbeutern und Unterdrückern. Mit dieser Methode wird soziale Friedhofsruhe produziert. Die Islamisten substituieren Rassismus, Sozialdarwinismus und Antisemitismus.
Brinkmann bleibt seinem zur Schau gestellten Halbwissen treu. Ihm ist nicht bekannt, daß die Portugiesen im späten 15. Jahrhundert mit Hilfe jüdischer Agenten begannen, im arabischen Raum Einfluß zu nehmen. Die Portugiesen wurden im 16. Jahrhundert von den Niederländern beerbt. Die wiederum im 18. Jahrhundert von den Briten und die Briten schließlich von ihren nordamerikanischen Vettern. Spätestens seit dem 18. Jahrhundert nutzten die Angelsachsen islamistische Bestrebungen zur Destabilisierung und Steuerung der arabischen Gesellschaften. Sie machten sich dabei zum einen die einfache Sozialstruktur der Araber zunutze und zum anderen die seit dem frühen 10. Jahrhundert geübte Praxis, den Islam rückständig und aggressiv auszurichten.
Brinkmann versäumte bis heute zur Kenntnis zu nehmen, daß nicht nur der Mossad den Islamismus fördert, wie im Fall der Hamas. Die Briten förderten die terroristische Bewegung der Wahabiten, die heute in Saudi-Arabien als allmächtige terroristische Religionspolizei agiert. Ohne Geheimdienste wie CIA und MI6 gäbe es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kein Islamismusproblem.
Abschließend noch ein Paradoxon des „neokonservativen“ US-Ostküstenpilgers Brinkmann. In der BRD wird die Islamisierung im wesentlichen von Türken betrieben. Die sind bekanntlich die ärgsten Feinde der Araber. Ohne Zweifel unterwarfen die türkischen Osmanen im frühen 16. Jahrhundert nahezu die gesamte arabische Welt, beuteten die Araber rund 400 Jahre schamlos aus und beklagen sich über den Verrat der Araber am Islam und am osmanischen Reich während des Ersten Weltkriegs. Die Araber waren in diesem Krieg, der vom osmanischen Kalifen zum Djihad, zum heiligen Krieg erhoben wurde, als Kollaborateure der Briten die Totengräber des Osmanischen Reiches der Türken. Die Türken rächten sich 1923, indem sie durch Gesetz ihrer Nationalversammlung das religiöse Oberhaupt des sunnitischen Islam ketzerisch abschafften. Die Türken schufen auch einen ketzerischen sunnitischen Islam in türkischer Sprache, brachen damit das arabische Sprachgebot Mohammeds. Für gewisse Türken ist der sunnitische Islam ein besonders wirksames Mittel zur Ausbeutung, Kontrolle und Steuerung ihres Proletariats und dessen Einsatz bei einem erneuten türkischen Landraub im christlich-germanischen Abendland. Die Türkei ist NATO-Mitglied und engster Verbündeter Israels, viel enger als die USA. Die Ausbildung der Piloten der israelischen Luftwaffe wird zum großen Teil in der Türkei getätigt. Die Präzisionsangriffe mit Raketen auf Einzelpersonen im palästinensischen Gazastreifen wären ohne die Ausbildungshilfe der Türken undenkbar. Zu diesen Tatsachen schweigt Brinkmann. Statt dessen heuschreckt er nun in einem Verein, der sich auf multikulturellen Treffen mit Neger und Israelfahne schmückt.
Dieses Bild zeigt anschaulich, wo die „neokonservative“ US-Ostküstenpilgerfahrt hingeht. In eine Welt, in der humane Kategorien restlos beseitigt werden. Die natürlichen menschlichen Gemeinschaften sollen benutzt oder zerstört werden, wenn sie den anarchokapitalistischen Ausbeutern entgegentreten. Brinkmann ist Kapitalist. Er wird unter anderem getrieben von Sozialphobien. Er diffamiert soziales Handeln und soziale Verantwortung als „Sozialismus“. Folglich bewirkt jeder Sozialismus in Brinkmann irrationale Phobien. Seine Phobien verhindern rationale Analysen und Erkenntnisse. Würde Brinkmann seine dichotome Weltanschauung kritisch bewältigen, könnte er zu dem Ergebnis gelangen, daß der Anarchokapitalismus der US-Ostküste eine Welt hervorbringt, in der menschliche Sozialatome gnadenlos anarchokapitalistischen Interessen unterworfen sind. Die Welt der angelsächsischen Anarchokapitalisten kennen wir. Sie kann jeden Tag in den Massenmedien angeschaut werden. Sie besteht aus sozialer Ungerechtigkeit, aus Massenarmut, aus Hunger und Krieg, aus Umweltzerstörung, sowie aus Islamismus und Terrorismus. Der Antisemitismus verschwindet in ihr nicht, wie Umfragen beweisen. Deshalb steht die Frage zur Debatte: „Wohin pilgert Brinkmann? Handelt er selbständig oder nicht? Wohin wird er den PRO-Verein führen?“
Stefan Lux, M. A.
Wissenschaftlicher Referent des NPD-Parteivorsitzenden
Mitglied des NPD-Landesvorstandes Berlin