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20.03.2011

Lesezeit: etwa 3 Minuten

Kriegsabenteuer wird Einwanderungsschwemme verursachen

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Jetzt ist es so weit. Frankreich, Großbritannien und die USA bomben Libyen zurück in die Steinzeit.

Wie man zu Gaddafi steht, ist sicher eine Frage des politischen Geschmacks. Aber die Folgen eines solchen Militäreinsatzes im nordafrikanischen Staat in keinster Weise zu berücksichtigen, zeugt von Verantwortungslosigkeit.

Bundeskanzlerin Merkel und Außenminister Westerwelle haben bisher davon abgesehen, sich an einem direkten Einsatz zu beteiligen.

Nur dürfte dies wie immer eine Frage der Zeit sein, bis die Bundeswehr auch in dieses imperialistische Kriegsabenteuer der USA und ihrer Freunde miteinbezogen wird.

Mentale und logistische Unterstützung haben beide den Aggressoren auch schon zugesichert.

Fakt ist schon jetzt, daß Libyen sämtliche Maßnahmen zur Verhinderung von illegaler Migration aus Nordafrika nach Europa einstellen wird. Je länger der Militäreinsatz dauert, je mehr zivile Opfer zu beklagen sein werden, desto größer dürfte die Einwanderungswelle sein.

Was hat Gaddafi der US-amerikanischen Ostküste angetan, wie hat er den USA in die Geschäfte gepfuscht, daß der Haß der so genannten westlichen Wertegemeinschaft auf ihn so groß geworden ist?


In den Medien und den schwülstigen Reden der Kriegsabenteurer werden gern die Verletzung von Menschenrechten und die Unterdrückung des libyschen Volkes angeführt.

Doch muß dies stark in Zweifel gezogen werden.

Jahrelang wurden weltweit Despoten unterstützt, so lange sie gute Miene zum US-amerikanischen Monopoly-Spiel machten. Saddam Hussein und der indonesische Diktator Suharto sind hier gute Beispiele.

Doch immer, wenn eine nationale Regierung sich zu einem Sonderweg entscheidet, auf das eigene Selbstbestimmungsrecht pocht, wird durch die Medien Überzeugungsarbeit geleistet, daß es sich bei dem jeweiligen Regierungschef um einen Schurken oder Terroristenfreund handele, den es auszuschalten gilt.


Jeder, der in den Jahren seit dem 11. September 2001 die internationale Politik beobachtet hat, weiß, daß geostrategische Interessen und Ressourcensicherung die Antriebsmotive für die Kriegsabenteurer sind.

Libyen ist einer der wichtigsten Öl-Lieferanten, 95 Prozent der libyschen Einnahmen gehen auf den Öl-Sektor zurück.

Da liegt es doch eher nahe, daß es den westlichen Aggressoren mehr um profane Öl-Interessen geht als um Demokratie, Freiheit und Menschenrechte.

Weder im Irak noch in Afghanistan ist es gelungen, durch Krieg eine Demokratie oder Ähnliches zu etablieren. Bisher waren immer jahrelanger Bürgerkrieg, unzählige Tote und Verwüstungen die Folge.

Die Anti-Gaddafi-Rebellen, die sicher für ein legitimes Ziel kämpfen, nämlich die Freiheit von der Despotie Gaddafis, sollten sich überlegen, mit wem sie einen Pakt schließen.

Noch ist die Freude bei vielen Rebellen groß, daß der Westen eingreift. Doch wenn das Land erst in Schutt und Asche gebombt wurde, tausende Zivilisten Opfer der Bombenangriffe wurden(die dann wieder medial als Kollateralschäden verharmlost werden), brauchen sich die Rebellen nicht wundern, daß sich zwar der Name der Herrschenden geändert hat, aber die Handlungshoheit nach Übersee transferiert wurde.

Die NPD lehnt die Militärschläge gegen Libyen ab, weil die vorgegebenen Gründe nur Fassade sind. Das Selbstbestimmungsrecht eines Volkes wird wieder einmal geschändet, um sich Öl und neue geostrategische Möglichkeiten zu sichern.

Konsequenterweise lehnen wir auch sämtliche Beteiligungen Deutschlands an diesem Unterfangen ab, weil wir das Recht nicht auf der Seite der USA und Frankreichs sehen und vor allem, weil wir die Folgen kennen:

Hunderttausende Nordafrikaner, die sich als Kriegsflüchtlinge auf die Reise nach Europa machen und schließlich in Deutschland landen werden.

Wir Deutschen wollen nicht am Ende wieder die Dummen sein, nur weil die Amis und ihre feigen Verbündeten Krieg spielen wollen.

Ronny Zasowk


Quelle: http://www.npd-in-rlp.de/
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