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22.03.2011

Lesezeit: etwa 4 Minuten

Sozial statt global

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Regionale Potenziale nutzen
Die derzeitige Wirtschaftspolitik forciert eine Konzentration auf wenige Wirtschaftsbereiche und führt zu wirtschaftlichen Monokulturen und Abhängigkeiten.
Die NPD setzt sich dafür ein, die eigenen Potenziale umfassend auszuschöpfen. Was wir leisten können, sollten wir auch leisten. Was wir selber herstellen können, sollten wir selbst herstellen. Was wir von eigener Scholle speisen können, sollten wir nicht aus anderen Ländern
importieren. So tritt die NPD für die Förderung einer auf die unsrige Region bezogenen Landwirtschaft ein - gleichgültig, ob es sich um konventionellen oder ökologischen Landbau handelt. Ins Absurde wird der Gedanke der ökologischen Landwirtschaft allerdings getrieben, wenn auch hier Lebensmittel quer durch Europa transportiert werden, die genauso gut standortnah hergestellt werden könnten.
Für den energieintensiven Transport etwa von Butter oder Milch über weite Strecken besteht keine Veranlassung.
Deshalb machen wir uns gemäß unseres Konzeptes der raumorientierten Volkswirtschaft für mehr Direktvermarktung ländlicher Produkte stark. Beginnend mit den Kantinenspeisungen öffentlicher Einrichtungen bis hin zum Sortiment von Einzelhändlern, müssen die Weichen so gestellt werden, dass regionale Produkte den Vorzug genießen.
Durch diesen Weg können wir in Rheinland-Pfalz die negativen Folgen der künstlich betriebenen Globalisierung für die heimische Landwirtschaft und damit für den Menschen abmildern. So können auch Arbeitsplätze erhalten und neu geschaffen werden.
 
Raumorientierte Volkswirtschaft statt austauschbarer wirtschaftsstandort!
Ohne die vielen Kurzarbeiter und die dramatische Zahl der Umschüler läge die Arbeitslosenquote um ein vielfaches über den (geschönten) Arbeitslosenstatistiken. Wir lehnen die einseitige Konzentration auf die Exportpolitik und die wenigen im globalen Wettbewerb lukrativen Wirtschaftszweige strikt ab. Die herrschende ,,globale Marktwirtschaft” basiert auf er Einstellung, dass sich die Länder mitsamt ihren Volkswirtschaften zu spezialisieren haben und dementsprechend die Bedarfsdeckung nicht mehr vorwiegend durch eine feine verästelte Wirtschaftsstruktur in der engeren oder weiteren Heimat der betroffenen Menschen organisiert wird. Wir wissen, wozu diese wirtschaftspolitische Strategie in den letzten Jahren und Jahrzehnten geführt hat. In Deutschland wurde sich einseitig auf die Exportindustrie spezialisiert, bei der sich ein Großteil der Firmen in totaler Abhängigkeit vom Weltmarkt befindet.
Noch ist Deutschland zwar Exportweltmeister, doch die aktuelle Krise zeigt deutlich, wohin diese Abhängigkeiten und einseitigen Ausrichtungen führen. Auf der anderen Seite hat diese Entwicklung eine Ausdünnung der gewerblichen Vielfalt in vielen Bereichen wie etwa der Textil- und Lebensmittelindustrie oder z.B. im Handel und Handwerk mit sich gebracht. Nun stellt sich aber heraus, dass der Wohlstand, der in den vergangenen Jahrzehnten in Deutschland mit Hilfe dieser Spezialisierung aufgebaut wurde, ernsthaft in Frage gestellt ist. Denn durch die Globalisierung sind wir inzwischen soweit, dass in Asien oder Osteuropa immer mehr Waren und Güter hergestellt werden. die hier genauso gut gefertigt werden können. Das ist natürlich im Interesse des Finanzkapitals, denn das kostet diesem nur einen Bruchteil der Arbeitskosten. Das heißt aber, dass die betreffenden deutschen Arbeitsplätze weg rationalisiert abwandern oder in deutsche Billigarbeitsplätze umgewandelt werden - und dieser ungesunde Prozess läuft gegenwärtig auf Hochtouren. Ein aktuelles Beispiel sind die
Opel-Werke in Kaiserslautern.
  Mit raumorientierter Volkswirtschaft ist eine Wirtschaftsordnung gemeint, die eine organisch gewachsene und ausdifferenzierte Wirtschaftsstruktur ermöglicht, die den natürlichen Bedürfnissen der Völker und der Menschen nachhaltig gerecht wird. Unser Wirtschaftsmodell bedeutet also nicht Abschottung, sondern lediglich Vorrang für einheimische Produkte und damit eine echte Unterstützung
von kleinen und mittelständischen Betrieben. Generell ist regionalen Wirtschaftskreisläufen wieder mehr Beachtung zu schenken.

Die NPD fordert:

  • Schaffung von Anreizen im Bereich Wirtschaftsförderung zur Ansiedlung von Unternehmen in strukturschwachen Regionen und dem ländlichen Raum.
  • Aufteilung öffentlicher Aufträge mit dem Ziel, eine europaweite Vergabe zu verhindern und regionalen Unternehmen den Vorzug zu geben.
  • Förderprogramm zur Wiederbelebung von Handelsstrukturen im ländlichen Raum und der Schaffung von Dorfläden.
  • Förderkriterien und Baugenehmigungen mit der Maßgabe gestalten, dass je nach Möglichkeiten auf regionale Produkte zugegriffen wird.
  • Förderprogramme zur Außenwirtschaftsförderung minimieren und statt dessen konkrete Förderprogramme für die Regionalwirtschaft zur Stärkung des Mittelstandes und regional orientierter Unternehmen ins Leben zu rufen.
  • Wirtschaftsförderrichtlinien des Landes so verändern, dass Rheinland-Pfälzische Unternehmen unattraktiv für den Einstieg von „Heuschrecken“ werden, die unsere Unternehmen aufkaufen, um Arbeitsplätze abzubauen und dabei Profit machen.


Dörthe Armstroff
Spitzenkandidatin der NPD Rheinland-Pfalz zur Landtagswahl 2011


Quelle: http://www.npd-in-rlp.de/
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